Wenn ich unser Essverhalten beschreiben müsste, würde ich sagen, dass wir zwei relativ normale Frauen mit einem gesunden Appetit und einem doch relativ großen Kuhmagen sind. Der Unterschied zu Kühen besteht nur darin, dass wir wirklich alles essen. Es gibt fast kein „mag ich nicht, schmeckt mir nicht“.

Experimentierfreudig wie wir sind, wollen wir genau heute mit einer neuen Herausforderung starten. 3 Veggie weeks. Generell würden wir uns zu der Spezies „moderne Genießer“ zählen, das heißt wir essen relativ selten Schwein, dafür mehr Huhn, mageres Rindfleisch oder rohen Fisch – bei Sushi zum Beispiel. Wir essen also sehr ausgewogen, denn es gibt fast kein Gericht, das uns ohne Gemüse auf den Teller kommt. Nichtsdestotrotz heiß jetzt erst mal verzichten.

Auf los geht’s los  

Da wir ohnehin nicht Unmengen an Fleisch essen, sollte es uns ja im Prinzip auch nicht sehr schwer fallen, die nächsten Woche auf Fleisch zu verzichten. Und vielleicht dient dieses Experiment auch dazu generell auf Fleisch zu verzichten, denn wenn wir uns ehrlich sind dann sprechen viel zu viele Punkte dafür das langfristig einfach sein zu lassen.

Wissenschaftler der Medizinischen Universität Karolinska in Stockholm untersuchten über einen Zeitraum von 16 Jahren bei 76.645 Menschen unterschiedlichen Alters die Auswirkungen von regelmäßigem Fleischkonsum auf die Lebenserwartung. Am Ende dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass hoher Fleischkonsum die Lebenserwartung senkt – völlig egal wie viel Gemüse und Obst nebenher noch gegessen wurde. Verarbeitete Produkte wie Wurst und Schinken sollten generell (wenn überhaupt) nur einmal wöchentlich konsumiert werden und das auch nur in einem ganz geringen Ausmaß von max. 50 Gramm – alles was diese Zahl überschreitet, ist erwiesenermaßen gesundheitsschädlich. (Quelle: Kurier, 01.2017)

Aber nicht nur, dass es offensichtlich unserem Körper schadet, es geht in gewisser Weise ja eigentlich mehr um die Tiere. Wir sind die ersten die kreischend in Richtung Ferkel laufen und uns liebend gerne von rauen Kuhzungen über die Wange schlecken lassen. Aber wo ziehen wir da die Grenze?

Gemüse only

Hut ab, vor allen Veganern dieser Welt. Wer wirklich komplett auf tierische Produkte verzichtet und dabei noch sagen kann, dass ihm nichts davon abgeht verdient höchsten Respekt und kann zudem richtig stolz auf sich sein. Für mich wäre das momentan ein Ding der Unmöglichkeit und für ein „kurzes“ Experiment vielleicht auch zu extrem. Ich esse von Herzen gerne Joghurt, liebe Eier und auch Käse genieße ich ab und zu. Hier versuche ich aber immer zu Bioprodukten mit Siegel zu greifen. Uns ist klar, dass wir mit einem dreiwöchigen Experiment nicht die Welt verändern und deshalb auch das Aussterben von Tieren nicht verhindern können. Aber es ist ein erster Schritt und wer weiß vielleicht kommen wir am Ende der drei Wochen drauf, dass es uns ohne Fleisch besser geht und wir somit nicht nur unserem Körper einen Gefallen tun, sondern auch der leider oft schrecklichen Tierhaltung und Züchtung entgegenwirken. Wie bei allem im Leben geht es darum, Dinge einfach auszuprobieren. So können wir uns unser eigenes Bild machen und daraus lernen.

3,2,1 Veggie

Na dann kann es ja jetzt losgehen. Nach den 3 Wochen werden wir euch berichten wie es uns ergangen, wie sich unser Körper anfühlt, wie es mit unserem Energiehaushalt aussieht und ob uns etwas abgegangen ist. Außerdem werden wir euch in den nächsten Tagen mit ein paar Inspirationen rund um die vegetarische Küche versorgen. Mitverfolgen könnt ihr das Experiment via Instagram und unserem Blog.

Wie es uns als Veggie’s gehen wird? Schau ma mal.

Salatkopf

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